•   Rubrik Was macht eigentlich...?

Was macht eigentlich...?

  • Veröffentlichungsdatum 15. Januar 2026
  • Lesezeit 2 Minuten

Was macht eigentlich der Paritätische Berlin? Das wissen die am besten, die im Verband arbeiten. Dieses Mal:

Anika Haußner. Als stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke und Bezirksbeauftragte für Pankow weiß sie genau, was unsere Mitgliedsorganisationen und die Menschen in den Kiezen beschäftigt.

Du bist seit fast sechs Jahren beim Paritätischen Berlin und im Team der Geschäftsstelle Bezirke. Was hat es eigentlich mit der Geschäftsstelle Bezirke auf sich?

Die Geschäftsstelle Bezirke greift die Anliegen der Mitgliedsorganisationen auf. Dabei geht es vor allem darum, in den Bezirken die soziale Infrastruktur zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Und was machst du als Bezirksbeauftragte konkret in Pankow?

Meine Aufgabe ist es beispielsweise, dass ich mich mit den Mitgliedern treffe und wir gemeinsam konkrete Themen aufgreifen, die die Mitglieder bewegen. Diese Anliegen greife ich dann auf, wenn ich beispielsweise in einem Gespräch mit der Bezirksbürgermeisterin bin. Ich schaue dann mit ihr zusammen, wie wir das besser in die Verwaltung hineintragen können, sodass es dann wieder bei den Mitgliedern ankommt.

Welche sozialen Themen sind aktuell besonders wichtig in Panow?

In Pankow beschäftigt uns jetzt schon seit mehreren Jahren die Haushaltslage des Bezirks. Es gibt ein hohes Defizit. Das führt dazu, dass unsere Mitgliedsorganisationen wenig Planungssicherheit haben, was sich sowohl auf ihre Personalplanung, aber auch auf die gesamte Angebotsplanung bezieht. Dadurch ist nicht immer ganz klar, ob sie die Angebote so aufrechterhalten können, wie sie zurzeit bestehen.

Warum ist deine Arbeit wichtig für die Menschen, die in Pankow leben?

Die erste Anlaufstelle für die Menschen in Pankow sind meist direkt unsere Mitgliedsorganisationen. Das kann zum Beispiel ein Stadtteilzentrum sein, in dem sie nach Beratungsangeboten fragen. Meine Aufgabe ist es dann wiederum, die Mitgliedsorganisationen darin zu unterstützen, dass die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit stabil genug sind.

Was wünschst du dir für Pankow?

Pankow ist der einwohnerreichste Bezirk Berlins mit über 420.000 Einwohnern. Hier leben Menschen aus allen Ländern dieser Welt mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen. Und ich wünsche dem Bezirk, dass er weiterhin so eine Offenheit und Vielfalt an den Tag legen kann wie jetzt und dass wir weiterhin ausreichend Räume und Angebote haben, in denen sich die Menschen begegnen und austauschen können.

Hat sich dein Blick auf Berlin durch deine Arbeit verändert?

Ja. Besonders toll finde ich, dass man zurzeit die bunten #unkürzbar-Banner überall in der Stadt, sehen kann. Dadurch wird deutlich, wie viele soziale Angebote es eigentlich in Berlin gibt und wie viele tolle Anlaufstellen die Berlinerinnen und Berliner überall finden können.

 

Interview: Annabelle Jahn