ProtestFest für kulturelle und soziale Vielfalt
am 27. September 2025 von 14 bis 18 Uhr
am Steinplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf vor der Universität der Künste
Gemeinsam laden Akteur:innen aus Kunst und Kultur, Sozialverbände und Kunsthochschulen zum ProtestFest für kulturelle und soziale Vielfalt ein: Gefeiert wird mit der Stadtgesellschaft ein kulturell vielfältiges und soziales Berlin. Demonstriert wird gegen die aktuellen und die zukünftigen Kürzungen.
Angesichts der drohenden Kürzungen im Berliner Doppelhaushalt 2026/27 organisieren Berliner Kultureinrichtungen, freie Künstler:innen, Kunsthochschulen sowie Sozialverbände gemeinsam ein „ProtestFest für kulturelle und soziale Vielfalt“. Die Demonstration soll mitten in den laufenden Haushaltsverhandlungen ein Zeichen für den Erhalt der künstlerischen, kulturellen und sozialen Vielfalt Berlins setzen.
Einzigartige Allianz aus Kunst und Kultur, Sozialem, Bildung, Jugend und Gesundheit
Das ProtestFest will die bestehende Vielfalt Berlins sichtbar und erlebbar machen und zeigen, wie zentral Kunst und Kultur, künstlerische Ausbildung und soziale Einrichtungen für die Lebensqualität in Berlin sind. „Soziale Einrichtungen, Kunst und Kultur sind unverzichtbare Bestandteile einer funktionierenden Stadtgesellschaft. Sie schaffen in Berlin Räume für Begegnung, Bildung und Teilhabe – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen wir eine Politik, die die Zusammenarbeit zwischen den Künsten, der Kultur und den sozialen Einrichtungen aktiv fördert und nicht verhindert“, betonen die Präsidentinnen und der Präsident der Berliner Kunsthochschulen.
Das Bündnis #BerlinIstKultur erklärt: „Die überproportionalen Kürzungen im Kulturhaushalt bedrohen den Erhalt der kulturellen Vielfalt in Berlin. Weitere Kürzungen bei Bildung, Jugend oder Soziales betreffen vielfach auch Kulturprojekte. Die Berliner Kulturlandschaft begreift sich als Teil des sozialen Gefüges der Stadt und stagniert ohne den künstlerischen Nachwuchs der Berliner Kunsthochschulen. Das Bündnis #BerlinIstKultur macht sich stark für den Erhalt der Freien Szene und aller kleinen und großen Kultureinrichtungen in Berlin. Wir brauchen eine Politik mit einem Plan für die Zukunft von Kunst und Kultur in Berlin.“
Die Situation bleibt herausfordernd
Angebote in den Bereichen Soziales, Jugend, Bildung und Gesundheit, die sich präventiv direkt an die Berliner:innen wenden, stehen vor wachsenden Herausforderungen aufgrund von nicht ausreichender Finanzierung: „Auch wenn der Entwurf zum Haushaltsgesetz ausgeglichener ist als erwartet, betrachtet der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin vor allem den Rückgang von Mitteln im präventiven Bereich mit großer Sorge. Betroffen sind vor allem mobile Stadtteilarbeit, Schulstationen, Bildung, Straffälligenhilfe, Wohnungs- und Obdachlosenhilfe, Familienförderung / Familienzentren, queere Bildungs- und Community-Angebote, Integration / Migrationsarbeit. Was wir heute hier einsparen, werden wir morgen teuer bezahlen. Auch die Auszahlung der zugesagten Tarifmittel stockt. Wir brauchen unbedingt mehr Verlässlichkeit der Politik. Für die Menschen, für ein soziales Berlin“, so Martin Hoyer, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.
Breites Bündnis für Berlin - zusammen!
Initiator:innen des ProtestFests sind das Bündnis #BerlinIstKultur aus Künstler:innen und Kultureinrichtungen sowie die Berliner Kunsthochschulen (Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Universität der Künste Berlin, Weißensee Kunsthochschule Berlin) und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin als Dach- und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Die Demonstration wurde durch die Gewerkschaft unisono Deutsche Musik- und Orchestervereinigung e.V angemeldet und wird unter anderem durch Campact e.V., die Gewerkschaft GDBA sowie vom Landesverband Berlin des Deutschen Bühnenvereins unterstützt.
Einladung an alle Berliner:innen
Das ProtestFest ist eine Einladung an alle Berliner:innen zum Protestieren und zum Feiern, zum Vernetzen, zum Mutmachen – und zum Eintreten für eine Stadt, die ihre Kunst und Kultur liebt und ihre soziale Vielfalt verteidigt.
- Familie
- Hilfen zur Erziehung
- Jugendarbeit
- Jugendberufshilfe
- Kindertagesbetreuung
- Schulbezogene Jugendhilfe
- Schule
- Frauen und Mädchen
- Schwangerschaftskonfliktberatung
- Selbsthilfe
- Drogen und Sucht
- Gesundheit
- Hilfe bei HIV, Aids und Hepatitiden
- Seelische Gesundheit
- Gewaltschutz
- Opferhilfe
- Schuldner- und Sozialberatung
- Straffälligenhilfe
- Wohnungsnotfallhilfe
- Wohnungspolitik
- Eingliederungshilfe
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- Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
- Migration
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- Stationäre und teilstationäre Pflege
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- Stadtteilarbeit
- Wirkung
Kontakt
Anika Haußner
E-Mail: haussner[at]paritaet-berlin.de