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  • Veröffentlichungsdatum 28.07.2026

Nach dem CSD Berlin: Trauer, Solidarität und Dank

© Milena Müller / Paritätischer Berlin

Das Attentat am Rande des Christopher Street Day 2026 hat uns auf schmerzliche Weise vor Augen geführt, dass der Einsatz für Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte aktueller denn je ist.

Der CSD ist weit mehr als eine Feier der Vielfalt. Er ist eine politische Demonstration für Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenwürde. Er erinnert daran, dass gleiche Rechte nie selbstverständlich waren, sondern immer wieder erkämpft und verteidigt werden mussten und müssen. Gerade in einer Zeit, in der Hasskriminalität, Queerfeindlichkeit und Angriffe auf demokratische Grundwerte zunehmen, ist es wichtiger denn je, gemeinsam Haltung zu zeigen.

Mit großer Bestürzung haben wir vom terroristischen Anschlag im Zusammenhang mit dem CSD Berlin erfahren. Unsere Gedanken sind bei den Verstorbenen, den Verletzten, ihren Angehörigen und allen Menschen, die dieses erschütternde Ereignis miterleben mussten. Ihnen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.

Ein Angriff auf den CSD ist ein Angriff auf die Werte unserer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft. Wir haben am Sonntag ein Statement veröffentlicht und haben an der Gedenkveranstaltung auf dem Pariser Platz teilgenommen, um gemeinsam zu mahnen und zu erinnern.

Als Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin stehen wir unumstößlich an der Seite der LSBTIQ*-Community und aller Menschen, die von Hass, Diskriminierung und Gewalt betroffen sind. Unsere Mitgliedsorganisationen leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhalt: Sie schaffen Schutzräume, ermöglichen Teilhabe, stärken Menschen in schwierigen Lebenslagen und verteidigen die Würde jedes und jeder Einzelnen. Diese soziale Infrastruktur ist ein unverzichtbares Fundament unserer Demokratie.

Wir danken allen Mitgliedsorganisationen, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, die sich rund um den CSD engagiert, Solidarität gezeigt und sich klar für eine offene Gesellschaft positioniert haben. Dieses Engagement ist heute wichtiger denn je.

Lassen Sie uns gemeinsam deutlich machen: Menschenrechte sind unteilbar. Queere Rechte sind Menschenrechte. Hass und Gewalt dürfen niemals durchsetzen. Berlin ist und bleibt eine Stadt der Vielfalt.

Informationen und Hilfs-Angebote für Betroffene

  • Betroffenen steht unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 0009546 eine Hotline des Bundes und des Landes Berlin zur psychosozialen Beratung zur Verfügung.
  • Für akut notfallpsychologische Hilfe: Berliner Krisendienst: 030 39063 - Durchwahl je nach Stadtgebiet; Schöneberg/Tempelhof/Steglitz: 030 39063-60; Mitte/Friedrichshain/Kreuzberg: 030 39063-10; weitere Nummern auf der Homepage berliner-krisendienst.de; oder die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116123. Auch per Chat unter online.telefonseelsorge.de.
  • Weitere Informationen für Betroffene bietet die Zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen und deren Angehörigen des Landes Berlin: https://www.berlin.de/zentrale-anlaufstelle/zentrale-anlaufstelle/artikel.1692108.php

Mahnwache für die Opfer des CSD-Anschlags

Gemeinsam laden der LSVD – Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg und der LSVD⁺ Bundesverband am Sonntag, 2. August, um 18 Uhr zur Mahnwache am Ort des Anschlags ein. Es soll der Opfer gedacht werden, den Betroffenen und ihren Angehörigen Solidarität gezeigt werden und die Möglichkeit geben, als Community zusammenzustehen. Treffpunkt: Ahornsteig, Großer Tiergarten (Nähe Lennéstraße)

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