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  • Schlagwort Aus den Mitgliedsorganisationen
  • Organisation Kunst und Gespräche auf der Straßenbahnlinie M4
  • Art Meldungen
  • Veröffentlichungsdatum 20.08.2026

Kulturzug Weißensee im September 2026

Kunst und Gespräche auf der Straßenbahnlinie M4

© FreiZeitHaus e.V.

Vom 28. August bis zum 27. September 2026 wird die Straßenbahnlinie M4 zwischen dem S-Bahnhof Greifswalder Straße und der Station Sulzfelder Straße an insgesamt 25 Tagen zu einem außergewöhnlichen Kulturort. Mit dem Kulturzug Weißensee bringt die Mobile Stadtteilarbeit Weißensee Ost des FreiZeitHaus e.V. Kunst, Musik und Gespräche direkt in den öffentlichen Nahverkehr. Dort kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Generationen und Lebensrealitäten täglich zusammen.

Der Kulturzug Weißensee versteht sich als aufsuchendes Demokratieprojekt. Statt Menschen zu einer Veranstaltung einzuladen, begegnet das Projekt ihnen auf ihrem alltäglichen Weg durch die Stadt. Die Straßenbahn wird für die Dauer der Fahrt zu einem Ort des Austauschs, der Neugier und der Begegnung. Künstlerische Interventionen schaffen Gesprächsanlässe und eröffnen neue Perspektiven auf gesellschaftliche Fragen.

Im Mittelpunkt stehen Themen, die viele Menschen bewegen: gesellschaftlicher Zusammenhalt, Einsamkeit, Erinnerungskultur, Ausgrenzung, Klimabewusstsein sowie die Frage, wie ein respektvoller Dialog in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft gelingen kann. Kunst dient dabei nicht als Selbstzweck, sondern als niedrigschwelliger Impuls für Gespräche zwischen Menschen, die sich im Alltag vermutlich nie begegnet wären.

An jedem Projekttag begleiten eine künstlerische Position sowie eine dokumentierende Moderation die Fahrgäste. Musik, Lesungen, Performances, partizipative Zeichenaktionen, Pop-up-Ausstellungen, Kurzfilme und interaktive Formate laden dazu ein, zuzuhören, mitzumachen oder einfach für einen Moment innezuhalten. Die Fahrgäste entscheiden selbst, ob sie aktiv teilnehmen oder das Geschehen beobachten möchten.

Der Kulturzug Weißensee macht deutlich, dass demokratischer Austausch nicht ausschließlich in politischen Institutionen oder
kulturellen Einrichtungen stattfi ndet. Auch der öffentliche Nahverkehr kann zu einem Raum werden, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, ein ander zuhören und neue Sichtweisen kennenlernen.

Beteiligte Künstler*innen:

  • Selam Opera (Komische Oper Berlin) – Bringt musikalische Beiträge und kulturelle Begegnungen aus einem vielfältigen Opernverständnis in den öffentlichen Raum.
    komische-oper-berlin.de/selam-opera
  • Felipe Duarte – Musiker und Erzähler; verbindet Musik, indigene Perspektiven und Erzählkunst zu Beiträgen über Natur, Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
    sonidosur.com
  • Jana Berwig – Sängerin und Liedermacherin; gestaltet musikalische Begegnungen mit eigenen Liedern und ausgewählten Coversongs.
    janaberwig.de
  • Quartetto – Vokalensemble mit mehrstimmigen Gesängen aus den Traditionen sprachlicher Minderheiten Italiens und Frankreichs.
  • Albrecht Fersch – Entwickelt partizipative Klangaktionen, bei denen Fahrgäste gemeinsam improvisierte Rhythmen entstehen lassen.
    albrechtfersch.de
  • Antje Hartmann – „Vom Menschsein“: Eigene Lyrik & performative Rezitation von Gerhard Schöne’s Liedtexten. Eine literarische Reise zwischen Staunen, Zweifel, Hoffnung und Humor. Worte, die dem Menschsein in seinen vielen Facetten begegnen.
    antje-hartmann.de
  • Jeanette Abée – Präsentiert ihre »TOMBOLyrik« als spielerische Verbindung von Zufall, Literatur und Begegnung.
    weissaufweiss.de
  • Belle Shafir – Performancekünstlerin; arbeitet mit Pferdehaar und verbindet Erinnerung, Identität und Versöhnung.
    belleshafir.com
  • Kai Padberg – Initiiert gemeinsame Zeichen- und Gesprächsaktionen über den Stadtteil und seine Menschen.
    schmarrnintelligenz.de
  • Steph Hanna – hört hin, mit allen Sinnen. So entstehen in der Tram dialogische Zeichnungen, während Menschen der Wahrnehmungskünstlerin etwas über sich und die Welt erzählen.
    stephaniehanna.de
  • Sabrina Schieke & Moritz Gause – Entwickeln dialogische Mitmachformate wie die »MAUTSTATION« sowie partizipative Zeichenaktionen.
    salon.io/Leben
  • Rainer Wieczorek – Mail-Art-Künstler; verbindet visuelle Poesie mit Themen wie Demokratie, Freiheit und Teilhabe.
    rainerwieczorek.de
  • Lea Sophie Schiel – Lädt mit ihrer Performance »In harten Zeiten müssen wir süß zueinander sein« zu Gesprächen über Fürsorge und Mitgefühl ein.
    leasophieschiel.wordpress.com
  • Ruben Manuel von INTIKUREN – Entwickelt eine mobile Erzählwerkstatt, in der Erinnerungen, Zeichnungen und Geschichten gesammelt werden.
    intikuren.art

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