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  • Art Meldungen
  • Veröffentlichungsdatum 29.07.2026

Kooperationsvereinbarung Stadtteilarbeit: Friedrichshain-Kreuzberg als siebter Berliner Bezirk mit verbindlichem Rahmen

© Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Am 29. Juli 2026 wurde im Rathaus Friedrichshain die Kooperationsvereinbarung zur Stadtteilarbeit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterzeichnet. Damit gibt es erstmals einen verbindlichen Rahmen für Zusammenarbeit, Qualität und Planungssicherheit in der Stadtteilarbeit des Bezirks.

Unterzeichnet haben die Vereinbarung das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sowie die im Bezirk agierenden sozialen Organisationen und Verbände – darunter der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Berlin Spree-Wuhle sowie die Paritätischen Mitgliedsorganisationen Kotti e.V., das Nachbarschaftshaus Urbanstraße, die Stiftung Unionhilfswerk Berlin, der Verband für interkulturelle Arbeit VIA, die Volkssolidarität Berlin, Wassertor e.V. und der Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA).

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann begrüßten die Gäste und wies in ihren Grußworten auf die Bedeutung der Kooperation für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk hin. Bezirksstadträtin Regine Sommer-Wetter unterstrich die Bedeutung der Kooperation für die Menschen in prekären Lebenslagen. Für die Senatsverwaltung Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung sprach Staatssekretär Max Landero, der betonte die Basis unseres sozialen Zusammenlebens entstehe in den Kiezen. Die Kooperationsvereinbarung sei deswegen auch eine Verpflichtung für die Landesverwaltung. Für den Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin sprach Anne Jeglinski, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke. Sie betonte, dass wirkungsvolle Stadtteilarbeit weit über einzelne Menschen hinausreiche, indem sie Menschen unterstütze, einbinde und befähige, sich zu engagieren.

Stadtteilarbeit ist soziale Infrastruktur

Stadtteilarbeit schafft Orte für Begegnung, Unterstützung und Mitgestaltung. Sie stärkt unsere offene Demokratie und hilft Menschen, sich im Alltag zu organisieren, Hilfe zu finden und sich einzubringen. Sie ist offen, solidarisch, niedrigschwellig und inklusiv.

Das ist besonders in Friedrichshain-Kreuzberg wichtig. Der Bezirk ist dicht besiedelt, Wohnungsnot, Verdrängung, Obdachlosigkeit und Drogenkonsum stellen den Zusammenhalt im Kiez immer wieder auf die Probe. Die Einrichtungen der Stadtteilarbeit wirken dabei wie ein Frühwarnsystem: Sie merken früh, wo der Zusammenhalt brüchig wird, und bauen Brücken, bevor daraus größere Probleme werden. Die Stadtteilarbeit im Bezirk ist vielfältig: Stadtteilzentren, mobile Stadtteilarbeit, soziale Treffs, kommunale Begegnungsstätten, Stadtteilkoordinationen und ein Selbsthilfetreffpunkt. Diese Vielfalt ist eine Stärke und sie braucht einen verlässlichen, gemeinsamen Rahmen.

Was die Vereinbarung regelt

Kernstück der Vereinbarung ist ein Kooperationsgremium, in dem Verwaltung, Verbände und Träger zusammenarbeiten: Senatsverwaltung, Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirks, das Amt für Soziales, Einrichtungen der Stadtteilarbeit, Stadtteilkoordinationen und Verbände.

Das Gremium tauscht sich fachlich aus, entwickelt gemeinsame Ziele, verzahnt die Stadtteilarbeit mit bezirklichen Planungen, bündelt Ressourcen und stärkt Qualität sowie Wissenstransfer.

Der Paritätische Berlin als strategischer Partner

Der Paritätische Berlin ist berlinweit und in den Bezirken strategischer Partner für Stadtteilarbeit. Er bringt freie gemeinnützige Träger zusammen, bündelt Erfahrungen aus den Kiezen und setzt sich für Berlinweit Rahmenbedingungen ein, die Stabilität und Weiterentwicklung schaffen.

Friedrichshain-Kreuzberg ist nun der siebte von zwölf Berliner Bezirken, in dem eine solche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet wurde.

  • Anne Jeglinski bei ihrem Grußwort © Paritätischer Berlin
  • Alle Unterzeichnenden der Kooperationsvereinbarung © Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
  • v.l.n.r.: Bezirksstadträtin Regine Sommer-Wetter, Staatssekretär für Soziales Max Landero, Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und Anne Jeglinski bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung © Paritätischer Berlin

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