Partner für soziale Arbeit

Aktuelles

  • Schlagwort Aus den Mitgliedsorganisationen
  • Art Meldungen
  • Veröffentlichungsdatum 07.07.2026

Keine Heimat für Nazis – Start der Kampagne gegen Neonazi-Zentrale in Köpenick

© Janika Schemm / Zentrum für Demokratie

Am 23. Juni 2026 fand im Garten des CAFE Köpenick der Auftakt der Kampagne „Keine Heimat für Nazis” gegen die Neonazi-Zentrale in Köpenick statt. Seit dem Jahr 2000 befindet sich in Berlin-Köpenick die Bundeszentrale der neonazistischen Partei „Die Heimat”. Die Zentrale dient als Treffpunkt der extrem rechten Szene und war wiederholt Ausgangspunkt von Bedrohungen und Angriffen.

Die Sprecherin des Jugendbündnisses „Bunt statt Braun berichtet: „Veranstaltungen in „der Heimat“ bedeutet für das CAFE Köpenick große Sorge, wie unsere Jugendlichen sicher wieder nach Hause kommen. Jugendliche die links oder queer gelesen werden, können sich nicht sicher fühlen.“ Das zeigt nicht zuletzt ein Angriff auf Besucher*innen des CAFE Köpenick im vergangenen Dezember durch Jugendlichen, die zuvor in der Heimatzentrale an einer Weihnachtsfeier teilgenommen hatten und der DJV, einer extrem rechten Jugendgruppe, zugeordnet werden konnten.

Auch wenn die Partei ihre Zentrale möglicherweise verkaufen muss und sich aus Treptow-Köpenick zurückzieht, bleiben die Strukturen der extremen Rechten und menschenfeindliche Ideologien im Bezirk eine Herausforderung. Ziel der Kampagne gegen die Neonazi-Zentrale ist es, über extrem rechte Strukturen im Bezirk aufzuklären, die demokratische Zivilgesellschaft zu stärken und deutlich zu machen: Für Neonazis und ihre Infrastruktur ist in Treptow-Köpenick bzw. in ganz Berlin kein Platz.

Oliver Igel betont das historische, breite und erfolgreiche zivilgesellschaftliche Engagement in Treptow-Köpenick insbesondere in Schöneweide gegen die braune Straße. Er stellt jedoch auch fest, dass es neue Phänomene und Formen rechter Gewalt gibt: „Nach diesen erfolgreichen Jahren stehen wir vor der Situation, dass wir noch mehr zu tun haben- Dass wir noch mehr Engagement für Demokratie und Toleranz zeigen müssen.“

Aktuelles