Das soziale Berlin planen und sichern
Pressemitteilung zur Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus am 11.09.2025
Rund 4000 Vertreterinnen und Vertreter freier Träger und sozialer Organisationen haben am Vormittag vor dem Berliner Abgeordnetenhaus gegen Kürzungen bei sozialen Projekten demonstriert. Während im Parlament der Doppelhaushalt 2026/2027 beraten wurde, warnten sie vor dem Abbau wichtiger Angebote für die Berlinerinnen und Berliner.
Die Kundgebung wurde vom Bündnis Für ein soziales Berlin organisiert, dem über 100 Organisationen angehören. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin beteiligte sich gemeinsam mit vielen Mitgliedsorganisationen.
Auch wenn der kommende Doppelhaushalt nicht den befürchteten „sozialen Kahlschlag“ bedeutet, ist er geprägt von Unsicherheit und mangelnder Transparenz für soziale Organisationen.
Martin Hoyer, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin:
„Seit Monaten fehlen verlässliche Zusagen, ob und wie die sozialen Projekte weiter finanziert werden und ob die versprochene Tariferhöhung für die Mitarbeitenden wirklich kommt. Mitarbeitende und Verantwortliche der freien Träger müssen ihre Zeit damit verschwenden, sich um die Existenzsicherung ihrer Angebote zu kümmern, statt Menschen zu helfen. Klar ist bislang nur, dass die fehlerhaften und nicht fachlich fundierten Kürzungen im Kinder- und Bildungsbereich sowie bei den Projekten der Justiz auch im Haushaltsentwurf 2026/2027 weitergeführt werden. Wir fordern eine Politik, die ihre Zusagen einhält. Wir fordern eine Politik, die mittel- und langfristig plant und damit Ressourcen gezielt und wirkungsvoll einsetzt. Wir fordern eine Politik, die das soziale Berlin sichert und für die Menschen da ist, die Unterstützung brauchen.“
Seit Langem setzt sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin für eine gesamtstädtische Sozialplanung und Bürokratieabbau ein und hat dazu zahlreiche Vorschläge vorgelegt. Ziel ist, dass auch in Zeiten knapper Kassen alle Menschen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.
Wir sind überzeugt: Was heute in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Stadtteilarbeit, bei Angeboten für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderungen oder in prekären Lebenslagen eingespart wird, kostet später umso mehr. Soziale Arbeit ist Prävention. Sie stärkt Menschen, die Hilfe brauchen – sie ist #unkürzbar.
Pressekontakt
Kathrin Zauter
E-Mail: zauter[at]paritaet-berlin.de