Von: maf
Waldfriedhof Zehlendorf, auf dem viele bekannte Berliner/innen begraben sind. Das Areal ist zirka 5.000 Quadratmeter groß und mit 200 Birken, Kiefern und Sträuchern sowie lichten Rasenflächen bewachsen. Mitglieder des HVD und ihre engsten Angehörigen können hier bereits zu Lebzeiten ein anonymes Urnengrab an einem Baum oder auf der Wiese erwerben.
Das Waldstück bleibt nach den Vorstellungen des Humanistischen Verbands Natur belassen. Auf dem Areal befindet sich ein Gedenkplatz, den der HVD gestaltet hat. Im Zentrum steht eine Stele des Brandenburger Holzgestalters Andreas Dorfstecher. In Kürze sollen auch Bänke sowie eine Granitschale zur Blumenablage aufgestellt werden.
Der Verband setzt mit seiner Naturgrabstätte auf einem bisher unberührten Grabfeld neue Akzente in der Berliner Bestattungskultur. Nach dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf ist dies erst die zweite Möglichkeit in Berlin, die immer beliebter werdende Form der naturnahen Bestattung an den Wurzeln eines Baumes zu wählen. Die Humanistische Naturbestattung entspricht damit dem schon lange geäußerten Wunsch vieler HVD-Mitglieder.
Zur Eröffnung am 16. September sprachen der Zehlendorfer Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und der Landesvorsitzende des HVD, Bruno Osuch. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten der A-Cappella-Chor „One Voice“ sowie das Bläser-Duett Egbert Nass und Iris Hartwig. Im Anschluss führte die Journalistin Rosemarie Köhler Interessierte zu den kulturhistorisch bedeutsamen Stellen des Waldfriedhofs.