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Gemeinsam für einen starken Kiez!

Neue Kooperationsvereinbarung des Kiez-Netzwerks Kreuzberg

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Foto: jet-foto

Drei Partner haben sich zusammengeschlossen, um sich für ein soziales Miteinander im  Quartier rund um den Kreuzberger Wassertorplatz stark zu machen.  Am 18. April haben das  MehrGenerationenHaus Wassertor 48 e.V., idealo internet GmbH und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin in feierlichem Rahmen eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und damit das „Kiez-Netzwerk Kreuzberg“ ganz offiziell an den Start gebracht. Das Ziel ist eine Plattform, in der Unternehmen, soziale Organisationen und Anwohner zusammenfinden, um gemeinsam das Leben und Arbeiten in dem strukturschwachen Kiez zu verbessern.
 
Potenzial für Entwicklung im Quartier
Tatsächlich sei das Projekt schon gut angelaufen, so Projektleiterin Nicola Meyer vom MehrGenerationenHaus: Bereits zehn Unternehmen aus der Nachbarschaft  hätten Interesse angemeldet, sich am Kiez-Netzwerk zu beteiligen. Im nächsten Schritt werden diese mit gemeinnützigen Organisationen im Quartier zusammengebracht,  um soziale Projekte anzustoßen. Als „sehr unterstützenswert“ bezeichnete Ralf Hirsch, Beauftragter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, das Vorhaben. Die Senatsverwaltung fördert das Netzwerk zwei Jahre lang über das Programm „Soziale Stadt“. „Der Kiez ist  geprägt von Armut und Arbeitslosigkeit, aber hier liegt auch viel Kapital für die soziale Entwicklung“, so Ralf Hirsch.
 
„Durch die neue Bevölkerungsstruktur im Kiez besteht das Risiko, dass zwei Welten ohne Berührung nebeneinander existieren“, sagte Julia Lehmann, Geschäftsführerin MehrGenerationenHaus Wassertor 48 e.V. „Aber wenn wir die Trennung aufbrechen und die Nachbarn zusammenführen, gibt es echtes Potenzial, gemeinsam zu gestalten.“ Aus ihrer mehrjährigen Erfahrung in der Leitung des MehrGenerationenHauses sei sie sehr zuversichtlich, dass das Kiez-Netzwerk ein Erfolg wird.
 
Engagement der Mitarbeiter fördern
Auch Göksu Müslim von der idealo  internet GmbH äußerte sich erfreut über die neue Kooperation. Für sie sei das soziale Engagement eine Herzensangelegenheit – und dass sie darin vom Arbeitgeber so nachdrücklich unterstützt werde, sei ein echter Mehrwert für alle Beteiligten. Im Rahmen der Initiative „sozialo“ engagieren sich die Mitarbeiter von idealo bereits jetzt  regelmäßig ehrenamtlich für den Kiez. Der Arbeitgeber unterstützt beispielsweise durch Zeitspenden.
 
„Es ist wichtig, dass Menschen als ganze Menschen zur Arbeit kommen und nicht gespalten zwischen ihren verschiedenen Rollen als ‚sozialer Mensch‘, ‚Familienmensch‘ und ‚Arbeitsmensch‘“, betonte Albrecht von Sonntag, Geschäftsführer der idealo internet GmbH. Natürlich habe es auch wirtschaftlich Vorteile für ein Unternehmen, wenn die Mitarbeiter sich bei der Arbeit wohlfühlen.
 
Anne Jeglinski, Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, betonte, dass das Netzwerk auch dank der Unterstützung durch Senatsverwaltung, Bezirksamt und Quartiersmanagement so erfolgreich starten konnte, und dankte den Förderern für das Vertrauen. „Wir freuen uns, dass der Paritätische Wohlfahrtsverband als begleitender Unterstützer und als Vernetzer am Projekt beteiligt ist.“ Bürgerschaftliches Engagement zu fördern und Nachbarschaftsarbeit zu stärken sei eines der Kernthemen des Paritätischen – daher sei ihr die Gründung des Kiez-Netzwerks ein wichtiges Anliegen.
 
Verantwortung für die eigene Nachbarschaft

Schließlich dankte auch Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann den Partnern für ihr Engagement. Über die eigene Türschwelle hinauszuschauen und Verantwortung für andere zu übernehmen, das sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso vorbildlicher sei es, dass idealo von sich aus beim Quartiersmanagement angeklopft und sein Engagement angeboten habe. „Die Initiative sendet ein Zeichen an den Kiez: Wir lassen euch nicht allein!“
 
Anschließend unterzeichneten die drei Partnerorganisationen die Kooperationsvereinbarung, in der sie sich auf eine enge Zusammenarbeit verständigt haben. Mit dem offiziellen Kick-off am 28. April mit interessierten Unternehmen  und einer Ehrenamts-Aktion zum Berliner Freiwilligentag am 9. und 10. September sind schon die nächsten Schritte des Kiez-Netzwerks Kreuzberg in Aussicht. In einem waren sich die Partner einig: Wir wollen mit unserer Initiative ein Vorbild sein für andere – das Netzwerk solll Modellcharakter haben.

Kontakt:
Nicola Meyer
MehrGenerationenHaus Wassertor 48 e.V.
Wassertorstraße 48                                            
10969 Berlin
030-616 53 677                                               
meyer@mgh-wassertor.de                                     
mgh-wassertor.de

Datum, 19 | 04 | 2016