Eroeffnung des Stadtteilzentrums Pankow - Foto: Martin Thoma Schuelerin einer frei gemeinnuetzigen Schule - Foto: Mitra e.V. Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Ein Obdachloser auf einer Bank - Foto: Andreas Duellick

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Ausbildung

„Wenn Kinder ohne Bildung bleiben, verharren sie in Armut und Abhängigkeit – im Wedding und in der ganzen Welt!“, das sagte Helmut Kutin, Präsident des SOS-Kinderdorf International, vor rund 200 Gästen anlässlich der 15-Jahres-Feier des SOS-Berufsausbildungszentrums Berlin.

Der 70-jährige Präsident nahm an einer Jubiläumsveranstaltung der SOS-Einrichtung in Berlin-Wedding teil und ehrte das Engagement der Berliner SOS-Kinderdorf-Einrichtung.

Das Motto „Im Wedding und auf der ganzen Welt: Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Ausbildung“ prägte die Jubiläumsfeierlichkeiten. Es dürfe niemand am Wegesrand stehen gelassen werden, forderte gleich zu Beginn der Veranstaltung Dr. Ralf Brauksiepe, der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Er benannte die Arbeitslosigkeit als größtes Armutsrisiko; gerade deshalb sei eine Ausbildung so wichtig. Und auch Helmut Kutin und Prof. Dr. Johannes Münder, der Vorstandsvorsitzende des SOS-Kinderdorf e.V., beschrieben eindringlich die Notwendigkeit, jungen Menschen Visionen und Hoffnung zu geben. Not und Elend existieren auf der ganzen Welt, auch in Mitteleuropa, und müssen bekämpft werden, so Kutin.

Ausbildung ist der erste Schritt in Richtung Zukunft

Eine Ausbildung ist entscheidend, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Das SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin vereint eine praxisnahe Ausbildung mit sozialpädagogischer Unterstützung und genau diese Kombination ist für viele der ca. 250 Jugendlichen der Einrichtung besonders wichtig. Denn oftmals sind sie aus unterschiedlichsten Gründen den Anforderungen der Wirtschaft nicht gewachsen und benötigen zusätzliche Förderung durch gute Ausbilder, Lehrkräfte und Sozialpädagogen. Prof. Barbara John, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, lobte die Einrichtung für ihr Engagement. Über 1000 Jugendliche erreichten hier schon einen Berufsabschluss.

„Sie säen, sie pflegen, sie ernten“, beschrieb Prof. John den langjährigen Einsatz anerkennend.

Mit welcher Begeisterung die Auszubildenden des SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin ihre Arbeit machen, zeigten sie während des Jubiläums wieder eindrucksvoll; sei es bei der Verköstigung und Versorgung der Gäste im Ausbildungsrestaurant Rossi oder der Vorführung des selbst produzierten, bewegenden Films „Alles Anders“ über die Lebensgeschichten ehemaliger Auszubildender. „Ausbildung ist der erste Schritt in Richtung Zukunft“ – seit 15 Jahren der Leitspruch der Einrichtung – war an diesem Tag Programm.

Burkhard Schäfer, Leiter des SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin, dankte den 200 anwesenden Spendern und Freunden der SOS-Kinderdorf-Organisation für ihre fortwährende Unterstützung, ohne die eine solche Arbeit nicht möglich wäre. Die Firma Lichtenauer Mineralquellen übergab eine Spende über 7500 Euro für das Ausbildungszentrum.

www.sos-berlin.de
www.sos-kinderdorf.de

Datum, 13 | 02 | 2012