„Hunderte von Jungen, die sexuelle Gewalt erlebt haben, stehen in Gefahr, vom Senat von Berlin alleine gelassen zu werden! Die chronische finanzielle Unterversorgung von berliner jungs, dem einzigen Jungenprojekt in Berlin für Prävention von sexueller Gewalt, droht das Aus!
• In Berlin gibt es eine Vielzahl bekannter, „Offener Wohnungen“, aus denen heraus Pädosexuelle Kontakte zu Jungen knüpfen. Im Durchschnitt gehen wöchentlich zwischen 10 und 70 Jungen zwischen 8 und 14 Jahren durch eine solcher Wohnungen. Die Täter bieten den Jungen Alkohol, Zigaretten und Pornos an, um sie sexuell gefügig zu machen.
• Im Bereich der Wuhlheide sind seit Jahren pädosexuelle Männer unterwegs, die den Kontakt zu Jungen aufbauen wollen, um sie sexuell missbrauchen zu können: als Mitarbeiter der Parkeisenbahn, als Fußballtrainer und als Gäste der Freizeitbereiche.
„Sextourismusparadies Berlin“
• In einigen Berliner Bezirken gehen Jungen nicht mehr gerne zum Spielen hinaus, weil sie regelmäßig von Pädosexuellen angesprochen werden.
• Berlin gilt als „Sextourismusparadies“ für Pädosexuelle, die auf Jungen stehen.
• In mehreren Berliner Bezirken häufen sich die Hinweise, dass dort gezielt pädosexuelle Freier nach Jungen Ausschau halten.
• Immer mehr uninformierte Jungen geraten durch Internetseiten wie „Jappy“, „facebook“ oder „SchülerVZ“ an Pädosexuelle, die ihnen eine Model-Karriere anbieten, aber nur den Sex mit ihnen suchen.
• Ein Jungenbordell konnte in Berlin-Kreuzberg bis zum Jahr 2007 seine Machenschaften betreiben, weil die Jugendbehörden versagten. Bis zum heutigen Tage verschleiern Täter das Geschehen. Mehr als 70 betroffene Jungen zwischen 10 und 16 Jahren mit ihren Erfahrungen im Bereich der kommerziellen sexuellen Ausbeutung werden hier alleine gelassen.
Wissenschaftliche Studie belegen, in Berlin leben mindestens 3500 Pädosexuelle, die jederzeit aktiv werden können. Etwa 50 000 Berliner Jungen sind sexuell belästigt worden und 17 000 haben sexuelle Gewalt erlebt. Das Projekt berliner jungs arbeitet einzigartig in pädosexuellen Aktivfeldern mit den betroffenen Jungen und deren Familien. Die ehemalige Bundesbeauftragte für sexuellen Missbrauch an Jungen und Mädchen, Frau Bergmann und ihr Nachfolger, Herr Rörig forderten lautstark, endlich die Projekte besser zu fördern, die sich mit außerfamiliärem sexuellem Missbrauch beschäftigen.
Wie sieht die „konsequente Umsetzung der Forderungen“ von Frau Bergmann und Herrn Rörig aus?
In Treptow-Köpenick von Berlin steht die 18-monatige Arbeit im Umfeld pädosexueller Aktivitäten vor dem Aus, weil die Arbeit nicht weiter finanziert wird. In Lichtenberg und Neukölln ist die Arbeit in Schulen und Jugendclubs nur bis April unterfinanziert abgesichert. 10-Prozent-Kürzungen bei gleichzeitiger Aufgabenerweiterung in Lichtenberg machen das Arbeiten kaum noch möglich. Andere Bezirke signalisieren Probleme mit Pädosexuellen, haben aber kein Geld, um dem etwas entgegenzusetzen. Die Arbeit von berliner jungs steht wieder vor dem Aus, weil sexuell missbrauchte Jungen keine Lobby haben und der Regierende Bürgermeister nur auf Lottomittel und o.g. Bezirksmittel verweist.
Senat soll Regelfinanzierung in Höhe von 274 000 Euro gewährleisten
Wieder stellt sich für die fünf hochqualifizierten Mitarbeiter von berliner jungs die Frage, was sie den vielen Jungen erzählen sollen, die sie nach erlebter sexueller Gewalt nun nicht mehr beraten können! Damit Pädosexuelle keinen Grund haben, zu triumphieren, fordern wir, dass berliner jungs fachgerecht und stabil finanziert wird. Wir fordern den Senat auf, eine Regelfinanzierung in Höhe von mindestens 274 000 Euro pro Jahr zu gewährleisten – anders ist den massiven sexuellen Übergriffen auf Jungen in Berlin nicht mehr beizukommen.
Und was macht der Senat mit berliner jungs?
Der Senat finanziert das Projekt berliner jungs weiterhin mit nur 30 000 Euro pro Jahr. Bei einem jährlichen Bedarf von 274 000 Euro müssen riesige Summen aus Drittmitteln erwirtschaftet und erbettelt werden (Bezirke, Stiftungen, Spenden). Das wird immer unmöglicher, weil vor allem die Berliner Bezirke Projekte immer schlechter finanzieren oder gar nicht mehr.
Sollen Jungen sexuell ausgebeutet, sexueller Gewalt ausgesetzt und gemobbt werden? Sollen Jungen in Freizeitbereichen belästigt werden durch Pädosexuelle oder pädosexuelle Freier? Sollen Pädosexuelle Täter besseren Zugang zu Jungen bekommen durch Streichung von Prävention? Herr Wowereit, sollten Sie die oben gestellten Fragen überwiegend mit Nein beantwortet haben, sollten Sie endlich die Regelfinanzierung in Höhe von mindestens 274 000 Euro in die Wege leiten – sonst gibt es in absehbarer Zeit das Projekt berliner jungs nicht mehr!“