Im März startet eine neue Fortbildungsreihe „Freiwilligenmanagement an Schulen“. Programmdetails finden Sie hier. Aus verschiedenen Angeboten kann ein individuelles Fortbildungsprogramm zusammengestellt werden. Die Angebote finden wochentags am späten Nachmittag statt. Sie sind kostenlos und werden durch Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin ermöglicht.
Die Öffnung der Schulen gegenüber ihrem Umfeld wird immer stärker eingefordert und ist in Berlin, nicht zuletzt durch einen entsprechenden Auftrag im Schulgesetz, in den vergangenen Jahren zu einem viel diskutierten Thema geworden.
Doch so einfach ist das nicht mit der Integration schulfremder Personen. Denn Ehrenamtliche kosten zwar kein Geld, aber sehr wohl Zeit: Sie benötigen Anleitung, Informationen, Begleitung und Wertschätzung.
„Schulen müssen lernen, sich nach außen zu präsentieren und nach innen offene Dialoge und befruchtende Kooperationen zu ermöglichen. Das ist eine herausfordernde Aufgabe, zu deren Bewältigung sie Unterstützung brauchen.“, sagt Henriette von Wulffen, Bildungsreferentin in dem Modellprojekt „Freiwillig macht Schule“.
Die Fortbildungsangebote setzen hier an. „Freiwillig macht Schule“, das Motto, unter dem die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, die tandem BQG und die Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit – GSJ – miteinander kooperieren, bietet Schulleitungen, Lehrkräften, sozialpädagogischen Fachkräften und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich im Bereich der Freiwilligenkoordination nach individuellen Vorkenntnissen und Bedürfnissen zu qualifizieren.
Warum Konstanze Tauchmann zunächst skeptisch, dann dankbar war
Konstanze Tauchmann ist Schulsozialarbeiterin an der Wedding-Schule, eine Arbeit, die täglich fordert und wenig Zeit dafür lässt, die zahlreichen Projektideen umzusetzen. Als ihr Arbeitgeber ihr vorschlug, an einer Fortbildung im Freiwilligenmanagement teilzunehmen, war Konstanze zunächst skeptisch. Freiwilligenmanagement? Wozu braucht man denn so etwas?
Mittlerweile ist sie dankbar für die beiden Freiwilligen, deren Ansprechpartnerin sie nun seit einigen Monaten ist. „Die Organisation der Schulbibliothek ist eine Aufgabe, die nicht durch das pädagogische Personal geleistet werden kann“, sagt Konstanze. „Das Engagement unserer freiwilligen Helfer ist eine Bereicherung für die ganze Schule. Sie bringen neue Sichtweisen und Ideen mit, und es macht Freude zu sehen, wie sie in ihrer Arbeit aufgehen und wie auch die Kinder sie immer mehr ins Herz schließen.“
Die Fortbildung durch das Projekt „Freiwillig macht Schule“ fand Konstanze ausgesprochen hilfreich. „Das vermittelte Wissen ist anwendbar und praxisnah“, lobt sie. Der gewisse Grad an Standardisierung, den die Fortbildung anrege, erleichtere den Einsatz von Freiwilligen vom Tag des ersten Kennenlernens bis zur Verabschiedung und helfe Problemen vorzubeugen. „Ich fühle mich jetzt viel sicherer im Umgang mit den Freiwilligen an der Schule. Ich weiß, worauf ich achten muss und wie ich neue Freiwillige gewinnen kann.“ Auch, dass die Fortbildung zu den rechtlichen Aspekten von Engagement in Schulen Aufklärung und Sicherheit bringt, hält sie für wichtig.
Henriette von Wulffen hofft, möglichst viele Schulmitarbeiter und -mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Erfahrungen im Umgang mit Freiwilligen für das Angebot begeistern zu können. Ihr Wunsch ist, dass es bald viele Menschen wie Konstanze Tauchmann gibt, die den Wert von freiwilligem Engagement kennen und ihn für ihre Schule nutzbar machen können.
Weitere Informationen:
www.freiwilligmachtschule.de
Telefon: 030 - 2793832