Aktuelle Ausgabe: April 2012
Die Zeitschrift für Mitgliedsorganisationen erscheint 10 x jährlich. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an rundbrief(at)paritaet-berlin.de.
Anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember 2011 macht der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin auf die Berliner Kampagne für Schnelltests mit Beratung bei HIV, Syphilis und Hepatitis C“ aufmerksam. Unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes haben sich die Berliner Aids-Hilfe e.V., Mann-O-Meter e.V., die Schwulenberatung gGmbH und Fixpunkt e.V. zu dieser Initiative zusammengefunden. Das Angebot ist anonym und richtet sich ganz besonders an Männer, die Sex mit Männern haben, Drogenkonsumenten, Menschen, die in der Prostitution arbeiten sowie Menschen aus anderen Kulturen.
In Berlin soll erreicht werden, dass Menschen mit einer Infektion oder mit dem Risiko einer Infektion motiviert werden, sich testen und beraten zu lassen, damit frühzeitig eine Behandlung erfolgen kann. Durch Früherkennung soll die Anzahl der Menschen, die in Berlin an Aids oder an den Folgen einer Hepatitis-C- Infektion erkranken bzw. an deren Folgen sterben, gesenkt werden.
Mit dem Testangebot sollen neue Wege der Prävention von HIV, sexuell übertragbaren Infektionen und Hepatitis-C entwickelt werden. Die Berliner Test-Kampagne läuft noch bis 2014. Sie wird finanziell gefördert von der Deutschen Klassenlotterie Berlin. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin koordiniert und unterstützt die Arbeit der Träger, die an der Berliner Test-Kampagne beteiligt sind. Eine gemeinsame Webseite www.hiv-schnell-test.de informiert demnächst über das Testangebot.
Aus Anlass des Welt-Aids-Tages hat das Robert Koch Institut neue Erkenntnisse zum Verlauf der HIV-/Aids-Epidemie veröffentlicht. Danach ist in Deutschland bei der größten Betroffenengruppe - Männer, die Sex mit Männern haben - ein Rückgang der HIV-Neudiagnosen erkennbar. Dies ist eine Trendwende. Das Robert Koch Institut bekräftigt aber, dass bundesweit Testangebote im Zusammenhang mit HIV und sexuell übertragbaren Erkrankungen gezielt und niedrigschwellig ausgeweitet werden müssen. Mit einem geringen Aufwand ließen sich dadurch gleiche oder bessere Resultate bezüglich der rechtzeitigen Diagnose einer HIV-Infektion erreichen.
Der 1. Dezember ist seit 1988 rund um den Globus Welt-Aids-Tag. Er wurde von der WHO ins Leben gerufen. Seit 1998 organisiert UNAIDS, ein gemeinsames Projekt der Vereinten Nationen, diesen Tag, der weltweit der Solidarität mit HIV-Infizierten und Aidskranken gewidmet ist. Überall auf der Welt beteiligen sich zahlreiche Organisationen am Welt-Aids-Tag und erinnern daran, dass die HIV-/Aids-Pandemie weiterhin besteht und Menschen mit HIV und Aids immer noch diskriminiert werden und Unterstützung brauchen.
Auch in diesem Jahr werden auf den Straßen Berlins wieder Spenden gesammelt und Rote Schleifen verteilt, die weltweit das Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken sind. Die Berliner Aids-Hilfe e.V. veranstaltet vom 28.11. - 3.12.2011 eine Aktionswoche „Rote Schleifen für Berlin – Die große Straßensammelaktion!“ zum Welt-Aids-Tag. Es werden Freiwillige gesucht, um Rote Schleifen zu verteilen und Spenden zu Gunsten der Berliner Aids-Hilfe zu sammeln. Die Erlöse der Sammlung fließen in den Hilfsfonds der Berliner Aids-Hilfe für die Unterstützung von Menschen mit HIV und Aids.
V.i.S.d.P.: Elfi Witten, Pressesprecherin, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Telefon: 030 86001-181, Mobil: 0172 3438881, Heike Drees, Fachreferat Suchthilfe/Gesundheitsförderung/Aids, Telefon: 030 31591928