Regal im Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel Ein Kameramann - Foto: Michael Janda

Paritätischer Rundbrief

Aktuelle Ausgabe: April 2012

Die Zeitschrift für Mitgliedsorganisationen erscheint 10 x jährlich. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an rundbrief(at)paritaet-berlin.de.

Wir beziehen Stellung

Lange Tafel mit Spaghetti-Essen für Jugendsozialarbeit an allen Berliner Schulen

Von: usd

Im Rahmen einer Aktion von Lange Tafel e. V. in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Berlin e.V. werden nach einem 5-Jahres-Stufenplan 500 zusätzliche Stellen gefordert. Schirmherrin ist Prof. Barbara John. Alle Berliner Schulen sollen einen Sozialarbeiter bekommen - dieser Forderung verleihen Lehrer, Eltern, Schüler und Sozialarbeiter von Jugendhilfeträgern am Samstag, 22.10.2011, ab 14 Uhr mit einer spektakulären Aktion Nachdruck: Sie alle essen zusammen Spaghetti an einer bis zu 120 Meter langen Tafel auf dem Alexanderplatz, nahe der Weltzeituhr. Über 20 Schulen nehmen teil.

Unterstützer, interessierte Passanten, Abgeordnete, Bezirks- und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, mitzuessen und sich auszutauschen. Initiatoren der Aktion sind der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin in Kooperation mit dem Lange Tafel e.V.

Jugendsozialarbeit an Schulen hat viele Facetten: Sozialarbeiter geben Schülern und Schülerinnen Rückhalt bei familiären Problemen, schlichten Konflikte, unterstützen die Jugendlichen bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz, organisieren gemeinschaftliche Unternehmungen in und außerhalb der Schule, bauen auf, wenn die Lernmotivation im Keller ist und helfen Schulabbrüche zu vermeiden.

Die Schüler und Schülerinnen der Langen Tafel haben ihre persönlichen Erlebnisse mit der Jugendsozialarbeit an ihrer Schule aufgeschrieben. Die Blätter mit den Geschichten werden an einer Wäscheleine parallel zur Langen Tafel aufgehängt und sind für alle lesbar. Als Chronik gebunden werden sie der Schirmherrin der Langen Tafel Prof. Barbara John überreicht. Mit selbstentwickelten Kommunikationsspielen werden die Kinder die Gäste unterhalten.

Jugendsozialarbeit gibt es in Berlin bisher an 257 Schulen. Das ist gut für die Schülerinnen und Schüler dieser Schulen. Aber es gibt rund 840 Schulen in Berlin. Überall sollen Jugendsozialarbeiter zum Einsatz kommen.

Rund 500 weitere Vollzeitstellen sind erforderlich, um alle Schulen mit Jugendsozialarbeitern zu versehen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin fordert zusammen mit den beteiligten Jugendhilfeträgern und Schulen, diese Stellen nach einem Stufenplan von fünf Jahren zur Verfügung zu stellen. In dem jetzigen Entwurf des Doppelhaushalts 2012/13 sind zusätzlich 5 Millionen Euro für Jugendsozialarbeit an Schulen einzustellen. Sie sollen 2013 zum Einsatz kommen für die ersten 100 zusätzlichen Stellen. Für die folgenden beiden Doppelhaushalte 2014/15 und 2016/17 geht es jeweils um 10 Millionen Euro zusätzlich, die stets im zweiten Jahr für weitere 200 Sozialarbeiterstellen einzusetzen sind. Damit wäre die Forderung nach Jugendsozialarbeit für alle Schulen im Jahr 2017 erfüllt.

_________

V.i.S.d.P.: Elfi Witten, Pressesprecherin PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Berlin, Telefon: 030 86001-181 M.: 0172 343888 1, Nachfragen bei Elvira Kriebel, Fachreferentin schulbezogene Jugendhilfe Telefon: 030 86001-166, Mobil: 0151 50002226

Weitere Ansprechpartner: Martina Beneke, Neues Wohnen im Kiez gGmbH, Telefon: 030 9720084 Susanne Lange, SOS-Kinderdorf e. V. Berufsausbildungszentrum Berlin, T.: 455080-19 Steffen Zobel - Bereichsleiter Schulsozialarbeit, Tandem BQG mbH, Telefon: 030 443360-46 Marion Niendorf, Geschäftsführerin K*I*D*S* e.V. Verein zur sozialpädagogischen und psychologischen Unterstützung von seelisch behinderten und von seelischer Behinderung bedrohten Kindern, Telefon: 030 75254-99

Unterstützt durch: