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Freiwilligendienste aller Generationen:



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Freiwilliges Engagement.

Mit der Einführung des Projekts »Freiwilligendienste aller Generationen« haben Menschen die Möglichkeit, sich innerhalb eines klar abgesteckten Rahmens und definierten Zeitraums freiwillig zu engagieren. Zum Beispiel für eine persönliche Herzensangelegenheit direkt vor Ort: für junge Menschen, Kranke, alte Menschen oder für besondere Aufgabenstellungen innerhalb des eigenen Stadtteils und zwar mit fachlicher Begleitung. Jede/-r hat persönliche Erfahrungen, jede/-r besitzt Talente, Wissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Wer seine eigenen Qualitäten und Interessen in Projekten einsetzt, bringt vieles voran, durchaus auch sich selbst. Freiwilliges Engagement gibt Berlin ein anderes Gesicht. Eine vielfältige Plattform verschiedenster Freiwilligendienste steht zur Auswahl!
Lesen Sie mehr! Herzliche Einladung!

Dr. Eberhard Löhnert

Freiwilligendienste aller Generationen – Experten im Gespräch

Es diskutieren über die Leistungen Freiwilliger in einer lebendigen Stadt: Dr. Eberhard Löhnert (DPW), Stephan Wagner (Paritätische Akademie), Karin Stötzner (SEKIS) und Dr. Herbert Scherer (VskA).

Dr. Eberhard Löhnert, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Berlin:

Neu und zusätzlich.
»Berlin verfügt über ein weit geknüpftes Freiwilligen-System von Ehrenamt, Selbsthilfe, Freiwilligenarbeit, Freiwilligenagenturen, Stadtteilzentren. Seit kurzem gibt es einen ergänzenden Baustein: die Freiwilligendienste aller Generationen. 27 hiesige Einrichtungen beteiligen sich. Das Projekt befi ndet sich in der Testphase. Es verbindet freiwilliges Engagement mit der Orientierung an bestimmten Rahmenbedingungen«.

Strukturiert und gefördert.
»Die Freiwilligendienste aller Generationen werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Gegensatz zu den bestehenden Angeboten sieht dieses Modell eine inhaltliche und zeitliche Bindung an ein Projekt vor. Zusätzlich werden die Freiwilligen durch ein mobiles Kompetenz-Team unterstützt. Das gibt Struktur und Verbindlichkeit sowie die Chance, Gesellschaft zu gestalten. Ohne Freiwillige wäre das nicht möglich.«

Grundlegend und vorausschauend.
»Freiwillig Engagierte beteiligen sich an der Gestaltung einer lebenswerten Gesellschaft. Durch die Entscheidung für den Freiwilligendienst wird ein neuer und weiterer Personenkreis gewonnen, der sich in dieser speziellen – zeitlich begrenzten Form – für sein Umfeld einsetzen will. Es besteht die Chance, grundlegende Erfahrungen zu machen, die die Menschen persönlich und durchaus auch gesellschaftlich weiterbringen. Freiwilliges Engagement verändert – die Koordination der Projekte sorgt für Vernetzung und die nachhaltige Bereicherung der einzelnen Freiwilligen-Angebote. Eine Chance für die Zukunft!«

Dr. Herbert Scherer, (VskA) Verband für Sozialkulturelle Arbeit, Berlin:

Kritisch und konstruktiv.
»Es handelt sich beim Freiwilligendienst aller Generationen um einen relativ kleinen Ausschnitt aus der breiten Palette des bürgerschaftlichen Engagements. Der besondere Charakter liegt in einem von außen vorgeschriebenen Regelwerk, das eine wöchentliche Mindeststundenzahl und eine Verpfl ichtung zur Fortbildung umfasst. Wie weit das hilfreich ist, wird die Praxis zeigen. Grundsätzlich ist das hohe Maß an Verbindlichkeit für beide Seiten etwas Positives, es gibt Planungssicherheit auf der einen Seite und Statussicherheit auf der anderen Seite. Aber es wird weiterhin viele Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements geben, für die andere Verabredungen zwischen Freiwilligen und Einsatzstelle besser passen. Ziel sollte eine sinnvolle Kombination aller Angebote sein, um für jeden, der sich engagieren will, und für alle, die Möglichkeiten zum Engagement anbieten, die jeweils passendste Form zu fi nden. Unsere Gesellschaft ist ohne das Engagement ihrer Bürger auf Dauer nicht zu gestalten, deshalb müssen wir möglichst viele mitnehmen.«

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Das eigene Umfeld mitgestalten. Kompetenzen einbringen. Zukunft schaffen.

Motto »Engagement schlägt Brücken« – Ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Freiwilligendienste aller Generationen


Karin Stötzner, SEKIS-Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle, Berlin

Kompetent und begleitet.
»Berlin hat sich entschieden, die Idee der Freiwilligendienste in Kooperation mit den Stadtteilzentren auszuprobieren. Dafür wurde ein Kompetenzteam gebildet, in das auch SEKIS für die Selbsthilfekontaktstellen eingebunden ist. Ich habe mich entschieden, dort mitzuarbeiten, weil wir die Erfahrung der autonom initiierten Projekte einbringen wollen. Selbstbestimmung und Eigeninitiative sind wichtige Elemente einer lebendigen Engagementkultur. Für uns geht es darum, die Kompetenz von Selbsthilfe mit freiwilligen Netzen zu verbinden.«

Qualifiziert und finanziert.
»Das Zuckerstück des Programms »Freiwilligendienste aller Generationen“ ist sicherlich die Qualifizierung, die durch den Bund mitfi nanziert wird.«


Prof. Dr. Stephan Wagner (Paritätische Akademie), Berlin

Anders und definiert.
»In den USA können sich Menschen beim staatlichen Dienst melden und werden gezielt innerhalb eines fi xierten Zeitrahmens gegen sehr geringe Bezahlung eingesetzt. Da gibt es zum Beispiel Hochqualifi zierte mit besonderen Fähigkeiten, die bereit sind, für wenig Geld einen Dienst für die Gemeinschaft zu tun. Der Staat setzt diese Menschen dort ein, wo konkreter Bedarf für deren Know how besteht. Auf der anderen Seite gibt es ein breites Feld ehrenamtlicher Arbeit – mit oder ohne Aufwandsentschädigung.«

Suchend und unterstützend.
»Ich sehe die Freiwilligendienste als eine Suchbewegung, als Experimentierfeld. Es scheint in unserer Gesellschaft ein Bedürfnis zu geben, den Staat zu unterstützen und der Gemeinschaft zu dienen.«

Freie Fahrt für ehrenamtliches Engagement

10.000 kostenlose Einzelfahrscheine für Ehrenamtliche

Schon länger bemühte sich der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin um eine Unterstützung Ehrenamtlicher durch die BVG. Die Initiative der Sozialverwaltung zusammen mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband führte nun zum Engagement für freiwillig und unentgeltlich Engagierte: Die BVG und die S-Bahn unterstützen die Berliner Nachbarschaftszentren mit einer wirkungsvollen Maßnahme. Ehrenamtliche mit geringem oder keinem Einkommen erhalten Fahrkarten, um kostenlos zu ihren Einsatzorten zu kommen. Ihnen, genauso wie Arbeitslosen, Schülern, jungen Erwachsenen, Migranten oder Rentnern wird der freiwillige Einsatz nun einfacher gemacht. Neben ihrem kostenlosen und aktiven »Dienst am Menschen« sind diese Frei- Fahrscheine Anerkennung und konkrete Hilfe. Vor allem Bürgerinnen und Bürger, die sich regelmäßig und für längere Zeit in einem Ehrenamt oder zivilgesellschaftlich engagieren, kommen in den Genuss. Die Karten wurden Ende 2009 an über 12 ausgewählte Nachbarschaftszentren, eines pro Bezirk, verteilt. Dort stellt der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin sicher, dass die Karten an die Menschen verteilt werden, die diese Unterstützung brauchen. Freie Fahrt für ehrenamtliches Engagement!

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Sie wollen sich engagieren?

Freiwilligendienste aller Generationen im Überblick:
  • Engagement in unterschiedlichen Einsatzfeldern
  • Verbindliche Einsatzzeit: 8 Stunden wöchentlich
  • Zeitrahmen: Mindestens 6 Monate
  • Schriftliche Vereinbarung zwischen Freiwilligem und Träger
  • Individuelle Qualifi zierung und Begleitung von mindestens 60 Stunden pro Jahr
  • Begleitung durch Fachkräfte
Informationen über alles, was wichtig ist: z. B. über Rahmenbedingungen, Rechtsverhältnisse, Qualität, Qualifi zierung, Fachworkshops und, und, und ... bei: Projektkoordination, Anke Baumgärtel, baumgaertel@paritaet-berlin.de, www.paritaet-berlin.de/freiwillig/freiwilligendienste.php

Wo engagieren, bewegen, Gemeinschaft erfahren?

Stadtteilzentren als Anlaufstellen in allen Bezirken

Charlottenburg-Wilmersdorf
SEKIS in Zusammenarbeit mit dem NSH am Lietzensee
Albrecht-Archilles Straße 65
10709 Berlin, Tel.: 892 66 02
Ansprechpartnerinnen:
Karin Stötzner, Annette Tafel
www.sekis-berlin.de
Tempelhof-Schöneberg
Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UFA-Fabrik e. V.
Viktoriastraße 13
12105 Berlin, Tel.: 755 96 92
Ansprechpartnerin: Vera Lüders
www.nusz.de
Treptow-Köpenick
Nachbarschaftszentrum Offensiv`91 e. V.
Hasselwerderstraße 38-40
12439 Berlin, Tel.: 631 60 01
Ansprechpartnerin: Birgit Hannemann
www.offensiv91.de
Pankow
Nachbarschaftszentrum Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Fehrbelliner Straße 92
10119 Berlin, Tel.: 443 71 78
Ansprechpartnerin: Irene Beyer
www.pfefferwerk.net
Spandau
Nachbarschaftszentrum Gemeinwesenverein Heerstraße Nord
Obstallee 22d
13593 Berlin, Tel.: 363 41 12
Ansprechpartnerin: Petra Sperling
www.treffpunkt-heerstrasse.de
Friedrichshain-Kreuzberg
NBH Urbanstraße e. V. / FreiwilligenAgentur
Gneisenaustraße 6 a
10961 Berlin, Tel.: 311 66 00 77
Ansprechpartnerin: Andrea Brandt
www.die-freiwilligenagentur.de
Marzahn-Hellersdorf
Nachbarschaftszentrum Marzahn-Mitte
Marzahner Promenade 39
12679 Berlin, Tel.: 998 95 02
Ansprechpartnerin: Asli Peker
www.kieztreff.de
Mitte
Kreativhaus e. V. Mehrgenerationenhaus
Fischerinsel 3
10179 Berlin, Tel: 206 46 93
Ansprechpartnerin: Djamila Younis
www.kreativhaus.de
Steglitz-Zehlendorf
Nachbarschaftsheim Mittelhof e. V.
Königstraße 42/43
14163 Berlin, Tel.: 80 19 75 33
Ansprechpartnerin: Claudia Hofbauer
www.nachbarschaftsheimmittelhof.de
Reinickendorf
Nachbarschaftszentrum Albatros e. V.
Bernauerstraße 130a
13507 Berlin, Tel.: 93 95 24 44
Ansprechpartner: Richard Palm
www.albatrosev.de
Lichtenberg
Kiezspinne FAS – Nachbarschaftlicher Interessensverbund e. V.
Schulze-Boysen-Straße 38
10365 Berlin, Tel.: 55 48 963 35
Ansprechpartnerin: Birgit Monteiro
www.kiezspinne-fas.de
Neukölln
Netzwerk Ehrenamt Neukölln c/o Selbsthilfezentrum Neukölln
Hertzbergstraße 22
12055 Berlin, Tel.: 681 60 64
Ansprechpartner: Wolfgang Hardt
www.ehrenamt-neukoelln.de

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Zur Onlineberatung

Freiwillig in Berlin
Sie möchten sich freiwillig engagieren? Zahlreiche Berliner Organisationen freuen sich über Ihre Mithilfe. Für eine Kontaktaufnahme und erste Beratung wenden Sie sich bitte an folgende PARITÄTISCHE Organisationen:

  • das Projekt Ehrenamtsnetz
  • den Treffpunkt Hilfsbereitschaft
  • Ihr nächstes Stadtteilzentrum
  • die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD)
  • die Mitglieder der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen (LAGFA)
  • die Akademie für Ehrenamtlichkeit
  • die Stiftung Gute-Tat.de
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