Gartenarbeit in einer Flüchtlingsunterkunft des ASB, Foto: Anne Jeglinski In einer Unterkunft des Vita e.V., Foto: Martin Thoma In einer Unterkunft des Vita e.V., Foto: Martin Thoma In einer Unterkunft des Vita e.V., Foto: Martin Thoma In einer Unterkunft des Vita e.V., Foto: Martin Thoma

GO! geht nach drei Jahren zu Ende

Mentees gehen mit Ausbildungsverträgen voran

Nach drei Jahren Projektlaufzeit fand am 5. September 2018 die Dankes- und Abschiedsfeier im Projekt GO! EmPOWER-Mentoring der Stiftung Unionhilfswerk Berlin statt. Ameen aus Syrien begann im selben Monat seine Ausbildung als Anlagenmechaniker, nachdem er einige Monate zuvor im Ausbildungsbetrieb erfolgreich ein Praktikum absolviert hatte. Diesen Übergang begleitet hat Gregor, genauso wie den Wohnortwechsel von Ameen. Das Projekt GO! wurde zwischen 2015 und 2018 mit einer öffentlichen Förderung des BMFSFJ sowie durch eine Ko-Finanzierung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands umgesetzt und hat 42 Tandems auf den Weg gebracht.

Bei spätsommerlicher Atmosphäre feierten die Beteiligten im Hof des Kooperationspartners „Die Scheune“, einem Neuköllner Jugendclub. Für zahlreiche Freizeitangebote, gerichtet an die Mentees, war gesorgt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Kooperationspartner und das Projektteam tauschten sich aus. Sein Blick habe sich geweitet für die Bedürfnisse geflüchteter Menschen, sagt Gregor, und er sei beeindruckt von der Beharrlichkeit Ameens, der „immer nach vorne gehe, so wie beim Fußball“. Gregor ist für Ameen eine verlässliche Konstante, der auch ein Ohr für das Zwischenmenschliche hat. Ameen zeigt sich nach zehn Monaten im Tandem eigenständig, den Ausbildungsvertrag in der Hand als Zeichen seiner Selbstwirksamkeit. Freiwilliges Engagement wie dieses würdigte am Tag der Abschiedsfeier Christian Sievert, Referent der Offenen Jugendarbeit  des Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V., mit einem Grußwort.

Das Projektteam stellte einen Flyer vor, der die Wirkungen des Projekts dokumentiert: neben erfolgreichen Übergängen vom Praktikum in Ausbildung sind dies auch Studienperspektiven. Vorab zügige Wechsel von der Willkommens- in eine Regelklasse, weiterführende Schulwechsel und gut bewältigte Schulabschlüsse. Außerdem Orientierung im Bereich Wohnen und Freizeitaktivitäten. Allem voran deutlich ausgebaute Sprachkenntnisse und Empowerment, also Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Abgerundet hat die Veranstaltung ein Catering, das mit einem „Frittier-Bike“ vor Ort arabische Spezialitäten zubereitete. Mahmoud aus Ägypten sagt zum Abschied, er war gerne Teilnehmer des Projekts. Teil seines Weges bleibt es: Er ist seit kurzem Glaser-Azubi. Dorthin gelangt ist er in Begleitung seines Mentors.

Datum, 20 | 09 | 2018