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Paritätische Ehrungen

22 | 12 | 2011

Kompetenz und Leidenschaft für geistig Behinderte

Goldene Ehrennadel für Prof. Klaus-Peter Becker

Der Paritätische Berlin hat Prof. Dr. habil. Klaus-Peter Becker die Paritätische Ehrennadel in Gold für sein wertvolles, über Jahrzehnte andauerndes ehrenamtliches Engagement zum Wohle von Menschen mit Behinderungen verliehen und für sein beeindruckendes Wirken zugunsten des Rehabilitationszentrums Berlin Ost.

Aus der Laudatio von Helmut Forner, Vorstandsmitglied im Paritätischen Berlin. 1946, nach Abschluss seines Studiums der Sprachheil- und Gehörlosenpädagogik, wurde er Hochschullehrer an der Humboldt-Universität. Er promovierte, habilitierte und lehrte an der Uni bis zu seiner Emeritierung 1991. Lehre und Forschung praxisbezogen auszurichten, dies bedeutete ihm viel. Er stand im engen Kontakt mit den Behindertenverbänden der ehemaligen DDR.

Bei seiner Verabschiedung aus dem Dienst der Hochschule war klar: Sein Engagement würde sich fortsetzen. In der Tat engagierte er sich umgehend im gerade erst gegründeten Verein „Rehabilitation Berlin Ost e.V.“ In seiner Verantwortung erfolgte der Ausbau der beruflich-sozialen Rehabilitation für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und für seelisch Kranke im Bezirk Lichtenberg. Klaus-Peter Becker ist inzwischen 85 Jahre alt. Nahezu unbeeindruckt von seinen Lebensjahren übernimmt er weiterhin Verantwortung als ehrenamtlicher Vorsitzender der Stiftung Rehabilitation Berlin Ost. Für sportlich aktive Menschen mit geistiger Behinderung fördert er die Aktivitäten von Special Olympics Deutschland. Für Menschen mit Demenz sorgte er 2010 verantwortlich für die Errichtung einer vollstationären Pflegeeinrichtung mit angegliederter Tagespflege. Für 2012 ist die Eröffnung eines Mehrgenerationenhauses geplant. Auch dieses Konzept und die Umsetzung der Planung trägt seine Handschrift.

Sein beeindruckendes Engagement ist absolut nicht selbstverständlich. Der Vorstand des Dachverbandes hat daher beschlossen, Klaus-Peter Becker und seine Lebensleistungen zu würdigen.